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Ein Leitbild sucht Antwort auf die Fragen: „Wo ist mein Ausgangspunkt?“ „Wohin soll es gehen?“ und „Wie komme ich dorthin?“ Philosophisch betrachtet geht es um das zugrundeliegende Menschenbild, um die angestrebten Werte die ich erreichen möchte, um die ethischen Werte, nach denen ich handle. Vorher geht es um grundsätzliche Fragen wie: Wozu gibt es mein Unternehmen? Was ist der Sinn des Ganzen? Welchen Nutzen biete ich meinen Kunden? Schon sehr früh in der Menschheitsentwicklung spielte Schmuck eine Rolle. Die ältesten bekannten Schmuckfunde datieren aus einer Zeit von vor mehr als 20.000 Jahren. Dies mag verdeutlichen, welch große Bedeutung dem Schmuck zukommt: Ab dem Zeitpunkt, an dem sich ein „Ich-Bewußtsein“ bildete, grenzten sich Menschen von der Natur - bestehend aus Tieren, Pflanzen und Naturgewalten -, aber auch von den anderen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft ab. Das Bewußtsein der eigenen Individualität fand seinen Ausdruck in Form von Schmuck aus Knochen, Zähnen, Krallen, Federn und anderen ausdrucksstarken Trophäen und Fundstücken. Schmuck diente von seinen Anfängen an als Attribut, mit dem die Schmuckträger/Innen ihre Rolle innerhalb der Gesellschaft Diese traditionellen Funktionen von Schmuck haben heutzutage eher eine untergeordnete Bedeutung. Schmuck dient in unserer Zeit vor allem als Ausdruck dessen, was den Träger/Innen wertvoll und wichtig ist: Edelmetalle und Edelsteine stehen auch heute noch für Reichtum und Schönheit und wer möchte nicht zu den Reichen und Schönen gehören? Interessierte finden ein reiches Angebot an Schmuckstücken von unzähligen Herstellern, die wechselnde Kollektionen dem aktuellen Trend entsprechend produzieren. Hier wird Schmuck beliebig: Nicht der eigene Geschmack zählt, sondern die Austauschbarkeit bekannter Marken bietet Fertiglösungen als Schönheitsideal anonymer Käufergruppen. Diese Schmuckstücke sind als Massenprodukte beliebig undaustauschbar gegen tausend andere. Immer mehr Menschen fühlen sich von dieser Art Schmuck nicht mehr angesprochen. Je ausgeprägter das persönliche Schönheitsempfinden, je wichtiger der Ausdruck der eigenene Individualität oder je bedeutsamer der Wunsch nach einem Zeichen für die tief empfundene Wertschätzung für eine Beziehung, für die eigene oder eine andere Person ist, desto schwieriger wird es, ein entsprechendes Schmuckstück fertig angeboten zu bekommen. Deshalb gehe ich bei der Gestaltung von Schmuck andere Wege: Weil der Träger oder die Trägerin einzigartig sind, werden diese Schmuckstücke ausschließlich als Unikate angefertigt. Aus Metall und Edelsteinen gestalte ich eine Form, die das Schmuckstück zum einfühlsamen Symbol der Wertschätzung macht. Die Größe, Form und Farbgebung der Schmuckstücke werden genau auf die Schmuckträger und den symbolischen Inhalt abgestimmt. So kann mein Schmuck vielfältige, manchmal verborgene Facetten einer Persönlichkeit zur Geltung bringen und die Würde jeder Person bewußt machen. Bei anderen Schmuckstücken lasse ich mich von aktuellen oder grundsätzlichen Fragestellungen leiten, lasse mich vom Form- und Farbreichtum der Edelsteine oder den Gestaltungsmöglichkeiten leiten, die den Edelmetallen innewohnen. Hierbei interpretiere ich verschiedenen Schönheitsideale in meiner eigenen gestalterischen und handwerklichen Handschrift und begebe mich hierdurch in einen Austausch über die zugrundeliegenden Themen und deren Interpretation mit meiner Umwelt. Dieser Schmuck fordert von den Käufer/Innen bzw. Träger/Innen eine bewußte Auseinandersetzung und Entscheidung für die jeweilige Gestaltung. So bekommen die Schmuckstücke eine Bedeutung, die weit über eine oberflächliche Schönheit hinausgeht. Mein Menschenbild: Jeder Mensch ist einzigartig, vielseitig begabt und eine Bereicherung für die Mitmenschen. Deshalb will ich jedem Menschen mit Wertschätzung begegnen. Jeder Mensch ist anders als man selbst. Für wirkliche Begegnung bedarf es der Offenheit für diese Andersartigkeit. In einer Atmosphäre der Offenheit können sich Individualität und Authentizität, also Einzigartigkeit und Echtheit entwickeln. Die Gemeinschaft der Menschen wird geprägt durch Vielfältigkeit. Die Vielfalt an Charakteren, Talenten und Lebensformen macht das Leben bunt und interessant. Jeder Mensch ist frei in seinen Entscheidungen. Er selbst bestimmt, was ihm wichtig und erstrebenswert ist und wie er es erreichen will. Für seine Entscheidungen und Handlungen trägt jeder Mensch die Verantwortung. So lebt jeder Mensch im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Verantwortung, Selbstverwirklichung und Pflichterfüllung. Der Mensch ist ein soziales Wesen, er lebt und arbeitet mit anderen Menschen zusammen. Der höchste Wert für das Zusammenleben mit anderen Menschen ist der Frieden. Aktiver Frieden ist nicht nur geprägt durch die Abwesenheit von Aggression, sondern auch durch das Wohlwollen für die anderen. Wichtige Eigenschaften sind hier Interesse füreinander und Anteilnahme, Anstand und Ehrlichkeit, Verläßlichkeit und Engagement. Eine grundlegende Fähigkeit ist die offene und aggressionsfreie Kommunikation. Leben ist Werden und Vergehen. Leben heißt Veränderung. Wer lebt, verändert sich, entwickelt sich weiter, die Persönlichkeit wächst und reift. Neben der Bereitschaft für Veränderung ist auch die Fähigkeit zur Veränderung wichtig. Hierzu gehören eigenständiges Denken, ständiges Lernen und Kreativität beim Finden von Lösungen. Erleichtert wird die Persönlichkeitsentwicklung durch Lebensfreude, Zuversicht und Gelassenheit. In dieser Darstellung meines Menschenbildes sind die wichtigsten ethischen Werte genannt, die für den Umgang aller Mitarbeiter untereinander, aber auch mit Geschäftspartnern und Kunden die Grundlage bilden. |
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